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taz Legende Andreas Bull durfte sich zu seinem Abschied über ein taz Rad freuen. Seien Sie schnell: unter den ersten 100 Aufstocker:innen gibt es nun eins für Sie zu gewinnen!

Bild: Piero Chiussi

von HERMANN-JOSEF TENHAGEN

Unruhige Zeiten sind hervorragende Zeiten für Journalismus. In sechs Wochen eine neofaschistische Regierungschefin in Italien, eine rechte Regierung in Schweden!, eine Tory-Premierministerin In London mit einer Amtszeit, in der nicht einmal ein Salatkopf vergammelt – und das alles vor dem Hintergrund verdoppelter Energiepreise und eines großen Krieges in Europa. Wenn das keine unruhigen Zeiten sind.

Aber es sind natürlich keine guten Zeiten für uns alle. Und da ist es wichtig, dass die taz besonders genau darauf achtet, wie die Regierenden mit den Herausforderungen umgehen und dass die Lösungen, die Regierende finden, den Starken das zumuten, was sie tragen können und die Schwachen so weit entlasten, dass sie über die Runden kommen.

Das tun die Regierenden oft nicht (freiwillig). Und auch jetzt tun sie es noch nicht. Auch nicht in der Ampel. Dass der Kanzler, der immer von sich sagt, bei ihm könne man Führung bestellen, ausgerechnet und ausschließlich bei der Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken um 14 Wochen Führung zeigt, ist bei aller Sorge um die Atomsicherheit und allem Ärger über die falsche Energiedebatte auch ein Symbol für das, was schiefläuft in der Berliner Ampel-Koalition.

Dieses Defizit zu beleuchten ist Aufgabe Ihrer taz-Journalistinnen und -Journalisten. Und das haben sie hervorragend getan. Noch besser vielleicht sogar haben sie das Kriegsgeschehen in der Ukraine beschrieben. Preiswürdig.

Der andere Teil von gutem Journalismus ist konkrete Hilfestellung für Leserinnen und Leser. Und auch das kann die taz sehr gut. Mein Lieblingsbeispiel der vergangenen Monate ist ein Text von Barbara Dribbusch, in dem sie aufschreibt, wie Menschen, die eine hohe Nachzahlung bei einer Energierechnung in Not bringt, Hilfe vom Jobcenter oder vom Amt bekommen. Sie können nämlich in diesem einzelnen Monat Hartz IV beantragen, Hilfe bekommen, ohne in die vermaledeite Hartz-Mühle hineinzugeraten.

Der Inhalt von Barbaras Text ist vielfach kopiert worden, nicht immer mit dem Hinweis auf das Original. Hier finden Sie es. Sie sollen wissen, unsere taz-Journalistinnen produzieren immer wieder solche extrem hilfreichen Originale.

Damit das auch in Zukunft möglich ist, brauchen wir natürlich Ihre Unterstützung, Ihr Geld. Stocken Sie auf, bitte!

Hermann-Josef Tenhagen

Unter den ersten 100 Aufstocker:innen verlosen wir ein taz Rad. Los gehts!