Ziel erreicht
taz bald keine Kleinstadt mehr
Das anfangs umstrittene Projekt der taz Genossenschaft zählt mittlerweile über 19.000 Mitglieder!
Artikel

Foto: dpa

Von STEFANIE BAUMEISTER

Sektflaschen rausgeholt und angestoßen! 19.000 Mitglieder zählt die taz Genossenschaft seit Anfang dieser Woche. 1.000 Menschen haben sich dieses Jahr dazu entschieden, die taz als Mitglied zu unterstützen. Und das, obwohl die Gründung der Genossenschaft 1992 umstritten war. Nur eine knappe Mehrheit entschied sich dafür.

Damals hätte wohl keiner gedacht, dass wir 27 Jahre später eine ganze Kleinstadt in der Größe des sächsischen Grimma mit solidarischen taz-LeserInnen füllen könnten. (Schöne Idee eigentlich, oder?) Aber die Genossenschaft hat sich durchgesetzt – und sich bewährt. Dank der vielen Menschen, denen eine alternative und unabhängige Zeitung wichtig ist.

Wie jedes Jahr gab es unter den 1.000 neuen GenossInnen wieder ein schickes taz  Rad zu gewinnen. Bekommen hat es Herr Mücke aus Hamburg. Er schrieb uns: „Ich unterstütze die taz mit meinem Genossenschaftsanteil und lese sie gern, weil die Inhalte frech, mutig und fair sind.“

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Auch an die 18.999 anderen GenossInnen, die unseren taz-Journalismus jeden Tag ermöglichen. Na dann, Prost und morgen gleich: Weiter so! Vielleicht sind Sie ja jetzt auch neugierig geworden. Mit einer Einlage ab 500 Euro können Sie Mitglied der Genossenschaft werden. Unser nächstes Ziel wartet schon: 2020 wollen wir das 20.000ste Genossenschaftsmitglied begrüßen.

Wäre die taz eine Stadt, wird sie dann eine Mittel- und keine Kleinstadt mehr sein. Eigentümer der taz und bilden eine Produktivgenossenschaft innerhalb einer Konsumgenossenschaft. Seit 25 Jahren funktioniert diese Genossenschaftsidee sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Partizipation bei der taz und sie funktioniert immer besser.

Auf die Zukunft angelegt

So zahlen ein Viertel unserer AbonnentInnen einen Politischen Preis für ihr Abo und ermöglichen damit anderen, die taz zum ermäßigten Preis zu lesen. Bei unserem Unterstützungsmodell taz zahl ich leisten inzwischen 12.100 Zahler freiwillig einen regelmäßigen Beitrag.

Über 18.000 GenossInnen geben der taz-Genossenschaft eine solide Eigenkapitalbasis. Mit zusätzlichen stillen Beteiligungen leisten sie einen hohen Eigenanteil an der Finanzierung des neuen Verlagshauses in der Friedrichstraße. Mit ihren Spenden an die taz Panter Stiftung ermöglichen unsere LeserInnen und Genossenschaftsmitglieder, dass die taz die Solidarität, die sie selbst erfahren hat, an andere weitergeben kann.

Mit ihrer Hilfe konnte in wenigen Tagen das Projekt taz.eksil/taz.gazete für türkische Journalisten finanziell abgesichert werden. In Zeiten, in denen klassische Modelle zur Finanzierung von Journalismus immer weniger tragen, zeigt sich, dass die Genossenschaftsidee für ein publizistisches Unternehmen der Aufklärung eine auf die Zukunft angelegte Wirtschaftsweise ist. Ganz im Sinne eines Weltkulturerbes.