Bettina
Gaus
Redaktion

Foto: Anja Weber

AFRIKA-KENNERIN, BUCHAUTORIN, POLITISCHE KORRESPONDENTIN DER TAZ

Zunächst erschien ihr ein Arbeitsplatz bei der taz nicht besonders reizvoll. Zur Gründung der Zeitung blickte die Absolventin der renommierten Münchner Journalistenschule noch mit skeptischer Distanz auf die taz mit ihren wenigen Profis und vielen Idealisten. „Das Verhältnis ist mit den Jahren gewachsen“, gibt Bettina Gaus zu.

Angefangen hat alles 1990 mit einem unbezahlten Urlaub von der Deutschen Welle. Die politische Redakteurin war für drei Jahre nach Nairobi übergesiedelt und berichtete von dort als freie Journalistin für diverse Medien. Als eines Tages Dominic Johnson, Afrika­-Redakteur der taz, anrief und eine Zusammenarbeit anbot, blieb die „Freie“ Gaus Realistin. Aber wer hätte das gedacht? Auf ihr „Ihr zahlt ja nix“ gab Johnson ein lang gezogenes „Na ja …“ zurück.

Drei Monate und wenige Reportagen später hatte Johnson dafür gesorgt, dass die „Freie“ in den Rang einer Pauscha­listin aufrücken konnte. Nach sechs Jahren Afrika kehrte Gaus als Leiterin des taz­ Parlamentsbüros nach Deutschland zurück. Einen Arbeitsplatz in der konzernfreien taz zu haben, findet die Politische Korrespondentin heute besonders reizvoll. Unabhängigkeit ist eben unbezahlbar.