Désirée
Fischbach
Redaktion

Foto: Anja Weber

Bühnenliebhaberin, Punk, Abteilungsleiterin Webentwicklung

Mit „wehendem Haar“ floh Désirée Fischbach vor 18 Jahren aus Augsburg. In Berlin fand sie sofort Gleichgesinnte, begann sich stärker zu politisieren. Heute ist sie Punk und Chefin. Um ihr Studium – Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften – zu finanzieren, jobbte sie bei einer Firma für Online-Marketing. Vor 10 Jahren kam sie zur taz und ist mittlerweile Abteilungsleiterin der Webentwicklung. Eine Abteilung, die weitestgehend aus männlichen Programmierern besteht, an denen keiner in der taz vorbeikommt, die aber auch kaum einer versteht. Vor allem, wenn sie am Mittagstisch mit der EDV plaudern. Fischbach hat vor allem den Teamaufbau und die Kommunikation im Blick: „Die zeigen mir, wie die Technik funktioniert und ich zeige ihnen, wie man sich verständlich ausdrückt“, sagt sie halb im Scherz. Sich verständlich machen und alles zu inszenieren als wäre es ein spannendes Theaterstück sind nur einige ihrer Stärken: Seit einigen Jahren ist sie auch noch taz-Kolumnistin und schreibt darin unter anderem über die Berliner Subkultur und die politische Bewegung. Ihre größte Sorge: „in die Boss-Struktur reinkommen“. Sie will so bleiben wie sie ist. Es gibt weit und breit keine Anhaltspunkte dafür, dass sich das ändert.