Stefanie
Urbach
Genossenschaft

Foto: Anja Weber

UNTERNEHMERIN, PANTER-PREIS-INITIATORIN, AUFSICHTSRÄTIN

Ein „Paradies für Sinnsucherinnen“, nennt sie die taz. Dabei gab man ihr, als sie 1996 hier anfing, keine zwei Jahre. Es war ihre Berufsattitüde aus der Werbewelt, die sie anfangs wie einen Fremdkörper erscheinen ließ, sagt Stefanie Urbach heute. Die taz wurde dennoch zu ihrer ersten und größten beruflichen Liebe.

Angefangen hatte alles mit einem taz-affinen Dozenten an der Fachhochschule in Düsseldorf, an der sie Kommunikationsdesign studierte. Die Studierenden sollten „Rettet die taz“-Werbekampagnen entwerfen und sie später der Redaktion vorstellen. Um es kurz zu fassen: Erst bot man ihr die Umsetzung an, dann eine Stelle, und schließlich wurde sie Werbeleiterin.

Es war auch Stefanie Urbach, die im Jahr 2005 die Idee zum taz Panter Preis hatte. Insgesamt war sie fast zehn Jahre bei der taz: Hier lernte sie ihren Mann kennen, und zwei Kinder kamen, für die sie sich eine Auszeit nahm. Sie verließ das Haus aber schließlich für einen besser bezahlten Job in einem Konzern. 2010 machte sie sich dann mit einer eigenen Kommunikationsagentur selbstständig. Seit 2015 ist sie nun Aufsichtsrätin. Und auch wenn ihre Agentur sie glücklich macht, sind die Gefühle für die taz nie erkaltet, sagt sie. Die erste Liebe bleibt eben immer die erste Liebe.